Rauchgasdurchzündung

Eine Rauchgasdurchzündung ist ein gefährliches Brandphänomen, das in geschlossenen Räumen auftreten kann. Wenn bei einem Feuer Materialien wie Holz oder Kunststoffe stark erhitzt werden, entstehen brennbare Gase – sogenannte Pyrolysegase. Diese sammeln sich unter der Decke und können sich plötzlich entzünden, wenn genug Hitze und Sauerstoff vorhanden sind. Die Flammen schlagen dabei schlagartig durch den Raum, oft sichtbar als „rollende“ Flammen unter der Decke.

Der Unterschied zur Rauchgasexplosion (Backdraft): Bei der Durchzündung ist bereits Sauerstoff vorhanden. Eine Rauchgasexplosion entsteht dagegen, wenn nach Sauerstoffmangel plötzlich frische Luft – etwa durch das Öffnen einer Tür – hinzukommt und sich die heißen Gase explosionsartig entzünden.

Eine Rauchgasdurchzündung kann Temperaturen von über 1000 °C erreichen und stellt selbst für die Feuerwehr eine erhebliche Gefahr dar. Daher sollten brennende oder stark verqualmte Räume niemals eigenständig geöffnet werden.

Beispielvideo einer Rauchdurchzündung, dargestellt in der “Flashoverbox“.