Hochwasser

Hochwasser-Polder Jockgrim

Ab einen Rhein-Wasserstand von 7,80m (Pegel Maxau) tritt der Hochwasseralarmplan Stufe II in Kraft hinter der sich verschiedene Maßnahmen verbergen:

  • Am Polder Jockgrim läuft im ungesteuerten Teil, ab einem Rhein-Wasserstand von 7,80m Pegel Maxau, das Rheinhochwasser ein. Es besteht Lebensgefahr im Polderbereich!
  • Sperrung der Zuwegungen zum Rheinhauptdeich sowie zum Polderdeich für die Zivilbevölkerung! Das heißt kein KFZ-Verkehr, keine Fußgänger und Spaziergänger und keine Fahradtouren im gesperrten Bereich. Das Ordnungsamt führt hier regelmäßige Kontrollen durch!
    • Wir berichten mit aktuellen Bilder in unseren Sozial-Media-Kanälen über das aktuelle Hochwasser-Geschehen vor Ort, damit keine Schaulustige die Einsatzstelle aufsuchen.
  • Die Feuerwehr-Einsatz-Zentrale, kurz FEZ, im Feuerwehrgerätehaus Jockgrim wird ab dem Zeitpunkt rund um die Uhr besetzt.
  • Zusätzlich werden Deichwachen eingesetzt, die den Rheinhauptdeich zwischen dem alten Schöpfwerk am Scherpfer Graben und dem Deichwachhaus Neupotz I sowie den Polderdeich bei Flutung kontrolliert.

Bei Hochwasser ist folgendes zu beachten:

  • Bleiben sie den Flutungsräumen des Polders und den Wasserflächen fern, bei Einflutung besteht Lebensgefahr durch die Strömung!
  • Der Rhein ist ein gefährlicher Fluß, die Strömung ist selbst für gute Schwimmer zu stark.
  • Ab einem Rhein-Wasserstand von 7,80m am Pegel Maxau wird der Boots- und Schifffahrtsverkehr auf dem Rhein eingestellt.
  • Das Befahren der Bermenwegen, den Deichanlagen sowieder Zuwegungen ist verboten!
  • Den Anweisungen der Deichwachen (Mitarbeiter der Ortsgemeinde, Feuerwehrkräften, Mitarbeiter der Deichmeisterei) ist Folge zu leisten.

Hohe Werte – hohe Schäden:

Nutzen Sie die Vorlaufzeit eines sich ankündigenden Hochwassers und bringen Sie Werte in Sicherheit. Schadensminimierung liegt im privaten und öffentlichen Interesse.

Vermeiden Sie hausgemachte Akut- und Folgeschäden in Ihrem Umfeld ebenso wie Gefährdungen der Umwelt. Entsorgen Sie ordnungsgemäß Problemstoffe, bevor eine Überschwemmung eintritt.

Suchen Sie Rat bei Fachleuten (Ingenieure für Statik, Heizungsbauer und Versicherungsexperten). Das mit dem Hochwasser ansteigende Grundwasser (Druckwasser) kann durch erhöhte Auftriebskräfte ebenfalls Schäden verursachen.

Jeder, der vom Hochwasser betroffen werden kann, sollte selbst finanzielle Vorsorge treffen. Deshalb ist es sinnvoll eine Hochwasserversicherung abzuschließen, wobei der Umfang des Versicherungsschutzes möglichst genau abgegrenzt werden sollte. Die private Versicherungswirtschaft bietet Elementar-Schadensversicherungen unter Einschluss des Hochwasserrisikos an.

Dokumentieren Sie Art und Umfang eingetretener Schäden durch Fotos, Wasserstandsmarkierungen und das Aufbewahren beschädigter Gegenstände.

Schützen und sichern Sie:

  • Gebäudeöffnungen und Schächte,
  • Funktion der Rückstauverschlüsse
  • Heizanlage (Brenner, Thermen, Steuerungselektronik)
  • Öltanks / Gasbehälter gegen Aufschwimmen
  • Lagergüter (Farben, Lacke, Öl u.a.)
  • Entsorgungsgüter
  • Stromkreise in tiefliegenden Räumen
  • Haushaltsgeräte (Waschmaschinen, Gefriertruhen etc.)
  • Wertgegenstände in Kellerräumen (Möbel, Teppiche etc.)
  • Kraftfahrzeuge

Eigenvorsorge

Bevorraten Sie nach individuellem Bedarf:

  • Medikamente, Hygieneartikel
  • Lebensmittel, Babykost, Getränke
  • Notbeleuchtung (Kerzen, Taschenlampen, Batterien)
  • Kocher (Spiritus / Gas)
  • Gummistiefel, Wathosen
  • Sandsäcke, Abschottmaterial, Pumpen, Hilfsgerät

Strom, Wasser, Gas und Telefon können ausfallen, Straßen nicht passierbar sein. Ausgewählte Vorräte helfen solche Notlagen, in denen man von Dienst- und Versorgungsleistungen abgeschnitten ist oder selbst nicht erreicht werden kann, zu überbrücken.

Sandsäcke, Pumpen und anderes Hilfsgerät müssen Sie selbst beschaffen. Denken Sie rechtzeitig an die Vorhaltung, denn dieses Material kann schnell vergriffen sein. Erkundigen Sie sich nach Bezugsquellen (Gelbe Seiten, Baustoffhandel). Mit Kleinmengen (max. bis 10 Säcke) und in sehr begrenztem Umfang kann die Feuerwehr notfalls aushelfen. Feuerwehr und Hilfsorganisationen benötigen ihre Ausrüstung selbst und können sie nicht ausleihen.

Hilfs- und Rettungsdienste können nicht überall gleichzeitig tätig sein und nicht wegen Kleinigkeiten kommen. Sorgen Sie dafür, dass Kleinkinder, kranke und pflegebedürftige Personen außerhalb des Gefahrenbereiches z.B. bei Verwandten, Freunden, sozialen Einrichtungen untergebracht werden und ihre Betreuung durch Ärzte / Pflegedienste sichergestellt ist. Überlegen Sie, ob Ihnen Nachbarn helfen können oder ob sie ihrer Hilfe bedürfen. Denken Sie auch an Nutz- und Haustiere.

Muss man selbst sein Zuhause vorübergehend verlassen (Evakuierung), sollten Dokumente, Wertsachen, warme Kleidung, Wolldecke u.a. bereitgehalten werden; schnüren Sie ihr persönliches Notgepäck. Schließen Sie Fenster und Türen. Schützen Sie, was Sie zurück lassen.

Öffentliche Hilfe

Wichtige Rufnummern für Hilfsmaßnahmen und Beratung:

Wenn Sie in Not geraten und Hilfe brauchen:

  • Feuerwehr Notruf 112
  • Polizei Notruf 110

Die Notrufe von Feuerwehr (112) und Polizei (110) sind keine Auskunft-
stellen und dürfen nur zur Anforderung von Hilfeleistungen genutzt
werden.

Wenn Sie Auskünfte wünschen:

Verbandsgemeindeverwaltung 

  1. Herr Oßwald Tel.: 07271-599-173
  2. Zentrale Tel.: 07271-599-0
  3. Bauhof Tel.: 07271-5556

Feuerwehr
i.d.R. nicht ständig besetzt. Dauerbesetzung 24/7 ab einen Wasserstand 7,80m Pegel Maxau

Feuerwehr Jockgrim (FEZ), Tel.: 07271-52471

Erfahrungsgemäß sind bei Großschadenslagen die Rufnummern überlastet. Bewahren Sie Ruhe und Besonnenheit, denn die Hilfsorganisationen arbeiten professionell, sind erfahren, versuchen ihr Bestes und koordinieren die Einsätze nach Dringlichkeit. Menschenrettung geht vor Sachwerteschutz und Allgemeinwohl vor Einzelinteressen. Meiden Sie unnötige Aufenthalte im Freien, bleiben Sie von tief liegendem Gelände und Uferzonen fern. Beteiligen Sie sich nicht am „Katastrophentourismus“. Befolgen Sie die Anweisungen der Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste und unterstützen Sie die Einsatzkräfte.

Informationswege

Aktuelle Hochwassermeldungen stehen auf folgende Informationswegen zur Verfügung:

Videotext  „Südwest-Text“ des SWR
Stündliche aktualisierte Wasserstände sowie Vorhersagen und Lageberichte

Tafel   800     Übersicht Hochwasser
Tafel   801     Rheinpegelstände

Rundfunkmeldungen

Stündlich aktualisierte Wasserstände sowie Vorhersagen und Lageberichte

Südwestrundfunk:           SWR 1, SWR 4 Rheinland-Pfalz, SWR 3
Radio RPR                        RPR 1

Internet

Lageberichte, Vorhersagen, stündlich aktualisierte Wasserstände, Hochwasserstände und stündlich aktualisierte Pegelübersichten.
Die Internetseiten der Hochwassermeldedienste in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sind unter folgenden Adressen erreichbar:

http://www.hochwasser.rlp.de
http://www.hvz.baden-wuerttemberg.de
Backup: http://www.hvz.lubw.baden-wuerttemberg.de

Ansagedienst Pegel

Ansagedienst Pegel Maxau unter Tel. 0721-19429